Cold Brew Kaffee einfach selber machen mit dem 1:5-Rezept

Ein Glas Eiskaffee mit Milch, Eiswürfeln und Kaffeebohnen. Perfekt für dein Cold Brew Rezept.

Geschrieben von

Arno Baumann

Veröffentlicht am

30. Mai 2026

Inhaltsverzeichnis

Ein guter Cold Brew braucht keine komplizierte Ausstattung, sondern vor allem das richtige Verhältnis von Kaffee, Wasser und Zeit. Ich zeige dir ein zuverlässiges Grundrezept, erkläre die Wahl der Bohnen, das Filtern und die passende Ziehzeit und gebe dir Varianten an die Hand, mit denen du den Kaffee an deinen Geschmack anpassen kannst.

Mit diesem Grundrezept gelingt kalter Kaffee besonders unkompliziert

  • 100 g grob gemahlener Kaffee auf 500 ml kaltes Wasser ergeben ein kräftiges Konzentrat.
  • Die Mischung zieht 12 bis 16 Stunden, idealerweise abgedeckt im Kühlschrank.
  • Für ein ausgewogenes Getränk das Konzentrat mit Wasser, Milch oder Eis verdünnen.
  • Ein Glas, ein Filter und eine Kaffeemühle reichen völlig aus. Spezialzubehör ist optional.
  • Sauber gefiltert und gekühlt bleibt der Cold Brew meist mehrere Tage aromatisch.

Milch fließt in ein Glas mit Eis und Kaffee. Ein perfektes cold brew rezept für heiße Tage. Kaffeebohnen liegen verstreut.

Das einfache Grundrezept für Cold Brew

Für den Einstieg empfehle ich ein Verhältnis von 1 Teil Kaffee zu 5 Teilen Wasser. So entsteht ein Konzentrat, das du später flexibel verdünnen kannst. Du brauchst 100 g grob gemahlenen Kaffee, 500 ml kaltes oder zimmerwarmes Wasser, ein großes Schraubglas oder eine Karaffe und einen Papier- oder Kaffeefilter.

  1. Gib das grob gemahlene Kaffeepulver in ein sauberes Gefäß.
  2. Gieße das Wasser langsam darüber und rühre vorsichtig um, bis das gesamte Kaffeemehl feucht ist.
  3. Decke das Gefäß ab und lasse die Mischung 12 bis 16 Stunden ziehen.
  4. Filtere den Kaffee sorgfältig durch ein feines Sieb oder einen Papierfilter.
  5. Serviere ihn mit Eis und verdünne ihn nach Geschmack mit Wasser oder Milch.

Ein Verhältnis von 1:5 ergibt einen kräftigen Ansatz. Für ein direkt trinkbares Getränk kannst du stattdessen etwa 60 g Kaffee auf 1 Liter Wasser verwenden. Ich beginne lieber mit dem Konzentrat, weil sich ein zu starker Kaffee leichter verdünnen lässt als ein wässriger Ansatz nachträglich retten lässt.

So viel ergibt das Rezept

Aus 100 g Kaffee und 500 ml Wasser erhältst du nach dem Filtern ungefähr 350 bis 450 ml Konzentrat. Ein Glas mit 150 ml Cold Brew wird meist mit der gleichen Menge Wasser, Eis oder Milch aufgefüllt. Die tatsächliche Ausbeute hängt davon ab, wie viel Wasser das Kaffeemehl bindet.

Getränk Kaffee Wasser Ziehzeit
Kräftiges Konzentrat 100 g 500 ml 12 bis 16 Stunden
Milder Cold Brew 60 g 1 Liter 12 bis 16 Stunden
Kleiner Testansatz 40 g 200 ml 12 bis 14 Stunden

Welche Bohnen und welches Wasser den Geschmack bestimmen

Cold Brew schmeckt besonders ausgewogen, wenn der Kaffee frisch und grob gemahlen ist. Sehr fein gemahlenes Kaffeemehl macht das Filtern unnötig schwer und kann den Kaffee bitter oder trüb werden lassen. Die Körnung darf ungefähr an grobes Meersalz erinnern.

Bei der Röstung hast du viel Spielraum. Eine mittlere Röstung bringt oft Schokoladen- und Nussnoten hervor, während helle Bohnen fruchtiger und lebendiger schmecken. Sehr dunkle Röstungen können im kalten Auszug kräftig, rauchig oder leicht bitter wirken. Ich würde für den ersten Versuch eine mittel geröstete Arabica-Mischung wählen, weil sie Fehler bei der Ziehzeit besser verzeiht.

Das Wasser nicht unterschätzen

Leitungswasser funktioniert grundsätzlich, sofern es angenehm schmeckt. Bei stark kalkhaltigem Wasser wirkt der Cold Brew manchmal stumpf oder flach. In diesem Fall liefert gefiltertes Wasser häufig die deutlichere Verbesserung als eine teurere Kaffeesorte.

Kaltes Wasser aus dem Kühlschrank verlängert die Extraktion etwas. Mit zimmerwarmem Wasser gelingt der Ansatz meist schneller, sollte danach aber direkt gekühlt werden. Ich verwende für einen Ansatz am liebsten Wasser mit Raumtemperatur und stelle das verschlossene Gefäß anschließend in den Kühlschrank.

Ziehzeit und Filtern richtig steuern

Die Ziehzeit entscheidet darüber, ob der Kaffee weich und rund oder dünn und unausgewogen schmeckt. 12 bis 14 Stunden sind ein guter Ausgangspunkt für einen milden Cold Brew. Bis zu 16 Stunden machen ihn kräftiger, während deutlich längere Zeiten nicht automatisch mehr Aroma bringen.

Ergebnis Mögliche Anpassung
Zu dünn oder wässrig Mehr Kaffee verwenden oder 2 bis 3 Stunden länger ziehen lassen
Zu bitter oder trocken Kürzer ziehen lassen und gröber mahlen
Zu sauer oder unausgewogen Etwas länger ziehen lassen und eine andere Röstung testen
Trüb mit vielen Partikeln Ein zweites Mal durch einen Papierfilter gießen

Beim Filtern lohnt sich Geduld. Ein Papierfilter entfernt feine Schwebstoffe besonders zuverlässig, kann aber langsam laufen. Drücke das Kaffeemehl nicht kräftig aus, denn dadurch gelangen mehr Bitterstoffe und kleine Partikel in den fertigen Kaffee. Ein wiederverwendbarer Metallfilter ist nachhaltiger, lässt jedoch meist mehr Öle und Sediment durch.

Cold Brew abwechslungsreich servieren

Pur auf Eis zeigt der Kaffee seinen Charakter am besten. Für ein klassisches Glas mische ich 100 ml Konzentrat mit 100 bis 150 ml Wasser und gebe einige Eiswürfel dazu. Wer es cremiger mag, ersetzt das Wasser durch Milch oder einen Pflanzendrink.

Cold Brew mit Milch

Haferdrink passt durch seine leichte Süße besonders gut zu nussigen Röstungen. Kuhmilch macht das Getränk runder, während ungesüßter Mandeldrink die Röstaromen stärker hervortreten lässt. Bei sehr kräftigem Konzentrat würde ich zunächst mit einem Verhältnis von 1:2 aus Kaffee und Milch beginnen.

Vanille und Zimt

Für eine milde Variante rühre ich etwas Vanillesirup oder eine kleine Prise Zimt direkt ins Glas. Süßungsmittel lösen sich in kaltem Kaffee schlechter auf, deshalb eignet sich flüssiger Sirup besser als normaler Haushaltszucker. Schon ein halber Teelöffel reicht oft aus.

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Cold Brew Tonic

Eine erfrischende Alternative ist Cold Brew mit Tonic Water. Dafür 80 bis 100 ml Konzentrat über Eis geben und langsam mit 150 ml Tonic Water auffüllen. Das Ergebnis ist herber und spritziger als klassischer Eiskaffee, weshalb fruchtige, helle Röstungen besonders gut funktionieren.

Diese Fehler machen den Kaffee unnötig schwierig

Der häufigste Fehler ist zu fein gemahlener Kaffee. Er sorgt nicht nur für eine trübe Flüssigkeit, sondern kann beim langen Kontakt mit Wasser auch unangenehme Bitterkeit entwickeln. Grob mahlen und gründlich filtern bringt meist mehr als eine komplizierte Rezeptur.

Auch eine übertriebene Kaffeemenge führt nicht automatisch zu besserem Geschmack. Wenn der Ansatz zu stark ist, schmeckt er schnell schwer und alkoholisch, obwohl kein Alkohol enthalten ist. Verdünne zuerst ein kleines Glas, bevor du das gesamte Gefäß mit zusätzlichem Wasser veränderst.

Hygiene ist bei kalt angesetztem Kaffee wichtiger als bei frisch gebrühtem Kaffee. Verwende ein sauberes Gefäß, stelle den filtrierten Cold Brew in den Kühlschrank und bewahre ihn möglichst verschlossen auf. Für beste Aromen trinke ich ihn innerhalb von 3 bis 5 Tagen.

Ein weiterer Irrtum ist, dass Cold Brew grundsätzlich weniger Koffein enthält. Die Menge hängt stark von Kaffeesorte, Dosierung und Verdünnung ab. Ein Konzentrat kann sogar sehr koffeinhaltig sein, daher solltest du die Portionsgröße nicht nur nach dem Volumen beurteilen.

Ein praktischer Ansatz für den Alltag

Wenn du morgens schnell Kaffee möchtest, setze den Cold Brew am Vorabend an. Ein Schraubglas und ein wiederverwendbarer Filter genügen, sodass kein spezielles Gerät nötig ist und du vorhandene Küchenutensilien nutzen kannst.

Mein bevorzugter Ablauf ist einfach. Ich mahle am Abend 80 bis 100 g Bohnen, vermische sie mit 500 ml Wasser, filtere den Ansatz am nächsten Morgen und fülle ihn in eine verschließbare Glasflasche. So habe ich für mehrere Getränke eine Basis und muss an warmen Tagen weder Kaffee kochen noch ihn anschließend abkühlen.

Beginne mit 14 Stunden Ziehzeit und dem Verhältnis 1:5, probiere ein Glas und passe erst danach an. Kleine Veränderungen bei Mahlgrad, Röstung und Verdünnung machen beim Cold Brew mehr aus als zusätzliche Zutaten.

Häufig gestellte Fragen

Verwende 100 g grob gemahlenen Kaffee auf 500 ml kaltes oder zimmerwarmes Wasser. Lasse die Mischung abgedeckt 12 bis 16 Stunden ziehen, filtere sie sorgfältig und verdünne das Konzentrat anschließend mit Wasser, Milch oder Eis.

12 bis 14 Stunden sind ein guter Ausgangspunkt für einen milden Cold Brew, bis zu 16 Stunden ergeben einen kräftigeren Ansatz. Das Kaffeepulver sollte grob wie Meersalz gemahlen sein, da feines Kaffeemehl den Kaffee trüb und bitter machen kann.

Eine frisch gemahlene, mittel geröstete Arabica-Mischung eignet sich besonders gut für den Einstieg. Helle Röstungen schmecken fruchtiger, dunkle eher kräftig und rauchig. Wenn Leitungswasser stark kalkhaltig ist oder stumpf schmeckt, kann gefiltertes Wasser den Cold Brew deutlich verbessern.

Sauber gefilterter Cold Brew sollte verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Für beste Aromen empfiehlt es sich, ihn innerhalb von 3 bis 5 Tagen zu trinken.

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Mein Name ist Arno Baumann und seit nunmehr 9 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit den Themen modernes Wohnen, Smart Home und Nachhaltigkeit. Diese Bereiche faszinieren mich, weil sie uns die Möglichkeit geben, unser Zuhause nicht nur komfortabler, sondern auch umweltfreundlicher zu gestalten. Ich schreibe gerne darüber, wie wir mit cleveren Technologien und bewussten Entscheidungen unseren Alltag verbessern können, ohne dabei auf Lebensqualität verzichten zu müssen. Dabei ist es mir wichtig, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten und Ihnen fundierte Informationen zu liefern, die Sie direkt in Ihrem eigenen Zuhause umsetzen können. Mein Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, die richtigen Entscheidungen für Ihr Zuhause zu treffen, indem ich aktuelle Entwicklungen beobachte, Informationen prüfe und Ihnen übersichtlich präsentiere.

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