Die wichtigsten Fakten zur passenden Warmwasserlösung
- 18, 21 oder 24 kW werden bei der Installation festgelegt und nicht spontan am Display umgeschaltet.
- Das Gerät benötigt einen 400-Volt-Drehstromanschluss und eine fachgerechte Elektroinstallation.
- Die Temperatur lässt sich zwischen 20 und 60 °C einstellen.
- Für eine einzelne Dusche reichen meist 21 kW; 24 kW bieten mehr Reserve bei höherem Durchfluss.
- Der Gerätepreis liegt 2026 ungefähr bei 450 bis 730 Euro, die Montage kommt hinzu.
Was das DEL-Plus-Gerät bei Warmwasser leistet
Der Durchlauferhitzer erwärmt das Wasser erst in dem Moment, in dem eine Armatur geöffnet wird. Dadurch entstehen keine Speicherverluste und es gibt praktisch keine Wartezeit auf warmes Wasser. Für Wohnungen ohne zentrale Warmwasserversorgung kann das eine sehr platzsparende Lösung sein.
Die elektronische 3i-Regelung misst unter anderem Durchfluss und Zulauftemperatur und passt die Heizleistung an. So bleibt die Auslauftemperatur deutlich konstanter als bei einem hydraulisch geregelten Altgerät. Meine Erfahrung bei solchen Anlagen ist, dass gerade diese Regelung den größten Komfortgewinn bringt, nicht allein die höhere Kilowattzahl.
Zur Ausstattung gehören ein hinterleuchtetes Multifunktionsdisplay, zwei Speichertasten für bevorzugte Temperaturen, ein dreistufiger ECO-Modus und eine einstellbare Temperaturbegrenzung. Eine optionale Funkfernbedienung kann sinnvoll sein, wenn das Gerät schwer erreichbar montiert wurde.
Das Modell ist für mehrere Entnahmestellen ausgelegt. Das bedeutet jedoch nicht, dass gleichzeitig eine kräftige Dusche, ein vollständig geöffneter Küchenhahn und eine Badewannenfüllung ohne Einschränkung möglich sind. Die verfügbare Warmwassermenge hängt immer von Leistung, Zulauftemperatur, gewünschter Temperatur und Durchfluss ab.
18, 21 oder 24 kW was passt wirklich
Die drei Leistungsstufen sind der wichtigste Auswahlpunkt. Bei der Montage wird die gewünschte Anschlussleistung eingestellt, üblicherweise über die elektrische Konfiguration im Gerät. Die Bezeichnung bedeutet also nicht, dass Sie während des Duschens zwischen drei festen Programmen wählen.
| Leistung | Theoretischer Durchfluss bei 10 auf 40 °C | Sinnvolle Anwendung |
|---|---|---|
| 18 kW | ca. 8,6 l/min | Einzelne Dusche mit moderatem Wasserverbrauch |
| 21 kW | ca. 10,0 l/min | Komfortable Dusche und gelegentliche zweite Zapfstelle |
| 24 kW | ca. 11,5 l/min | Höherer Duschdurchfluss oder mehr Reserve im Badezimmer |
Die Werte sind eine rechnerische Orientierung bei 30 Kelvin Temperaturerhöhung. Im Winter kann das Kaltwasser deutlich kälter eintreffen, wodurch bei gleicher Leistung weniger Liter pro Minute erwärmt werden. Ein Sparduschkopf mit etwa 6 bis 8 l/min kann deshalb mehr für den Komfort tun als der Wechsel von 21 auf 24 kW.
Wann 18 kW ausreichen
18 kW passen zu einem sparsamen Duschbad, besonders wenn der Wasserdurchfluss begrenzt ist. Für einen Single-Haushalt oder ein Gästezimmer ist diese Einstellung oft wirtschaftlich vernünftig. Wer allerdings gern mit starkem Wasserstrahl duscht, wird im Winter schneller an die Leistungsgrenze kommen.
Warum 21 kW meist der beste Kompromiss sind
Für ein normales Badezimmer halte ich 21 kW für die ausgewogenste Wahl. Die Leistung reicht typischerweise für eine komfortable Dusche und lässt etwas Spielraum, ohne die elektrische Infrastruktur unnötig höher auszulegen. Bei einem vorhandenen Anschluss für 21 kW ist ein Wechsel auf 24 kW nicht automatisch sinnvoll, denn Leitungsquerschnitt und Absicherung müssen dazu passen.
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Was 24 kW zusätzlich bringen
24 kW erhöhen vor allem die mögliche Durchflussmenge. Das ist interessant bei großen Kopfbrausen, höherem Wasserdruck oder einer zweiten Zapfstelle. Der Unterschied ist aber kein Freifahrtschein für beliebig hohe Mengen. Wenn gleichzeitig mehrere Personen viel Warmwasser benötigen, bleibt ein zentraler Speicher oder ein leistungsfähigeres Gesamtsystem überlegen.
Technische Daten und Voraussetzungen für die Montage
Das Gerät arbeitet mit 400 V und drei Phasen. Je nach gewählter Leistung nennt der Hersteller einen Nennstrom von 29, 31 oder 35 A und eine Absicherung von 32, 32 oder 35 A. Diese Angaben sind keine Empfehlung zum Selbsteinbau, sondern müssen mit der vorhandenen Elektroinstallation, der Verlegeart und den geltenden Regeln abgestimmt werden.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Nennspannung | 400 V |
| Wählbare Leistung | 18, 21 oder 24 kW |
| Temperatureinstellung | 20 bis 60 °C |
| Abmessungen | 466 × 225 × 116 mm |
| Gewicht | ca. 3,1 kg |
| Schutzart | IP25 |
| Energieeffizienzklasse | A |
Vor dem Kauf sollte ein Fachbetrieb drei Dinge prüfen. Erstens muss eine passende 400-Volt-Zuleitung vorhanden sein. Zweitens müssen Sicherungen, Fehlerstromschutz und Hauptverteilung zur Anlage passen. Drittens braucht die Wasserinstallation geeignete Druckarmaturen und einen Montageort, an dem Wartung und Bedienung möglich bleiben.
Ein häufiger Fehler ist, nur die Maße des alten Geräts zu vergleichen. Die kompakte Bauform mit rund 22,5 cm Breite passt zwar in viele Bäder, doch die Lage der Wasser- und Stromanschlüsse kann eine Anpassung erforderlich machen. Den Anschluss an 400 V sollte ausschließlich eine zugelassene Elektrofachkraft übernehmen.
Bedienung, ECO-Modus und tatsächliche Stromkosten
Die gewünschte Temperatur wird direkt am Gerät eingestellt. Für eine Dusche sind meist 38 bis 42 °C angenehm, während 50 bis 55 °C am Auslauf für bestimmte Anwendungen sinnvoll sein können. Eine dauerhaft unnötig hohe Einstellung erhöht den Energiebedarf, weil dann mehr kaltes Wasser zugemischt wird oder die Anlage eine größere Temperaturdifferenz überwinden muss.
Der ECO-Modus begrenzt die maximale Durchflussmenge. Das klingt zunächst nach weniger Leistung, sorgt bei niedriger Zulauftemperatur aber dafür, dass das Wasser nicht plötzlich lauwarm wird. Ich halte diese Funktion für besonders praktisch in älteren Gebäuden mit kaltem Winterwasser und für Haushalte, die ihren Verbrauch ohne Komfortverlust reduzieren möchten.
Für eine grobe Kostenrechnung genügt eine einfache Formel. Läuft ein 21-kW-Gerät zehn Minuten mit voller Leistung, entstehen theoretisch 3,5 kWh Stromverbrauch. Bei einem angenommenen Strompreis von 0,35 Euro pro kWh entspricht das rund 1,23 Euro für den Strom, hinzu kommen Trink- und Abwasserkosten.
In der Praxis läuft die Heizung nicht bei jeder Entnahme dauerhaft mit voller Nennleistung. Durchfluss, Temperatur und Regelung verändern den Verbrauch. Das standardisierte Produktdatenblatt weist für das Gerät einen Jahresverbrauch von rund 476 kWh aus, dieser Wert dient jedoch vor allem dem Vergleich und ist keine persönliche Prognose für jeden Haushalt.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass elektronische Durchlauferhitzer gegenüber hydraulischen Geräten im Alltag bis zu etwa 30 Prozent Strom einsparen können, weil sie Leistung und Wassermenge genauer anpassen. Trotzdem bleibt elektrisches Warmwasser bei hohem Verbrauch kostspielig. Kurze Duschen, ein sparsamer Duschkopf und eine passende Temperatureinstellung machen deshalb dauerhaft den größten Unterschied.Stärken, Grenzen und sinnvolle Alternativen
Das 18/21/24-kW-Modell überzeugt durch seine kompakte Bauweise, schnelle Warmwasserbereitung und genaue Temperaturregelung. Es ist besonders interessant, wenn keine zentrale Warmwasserleitung vorhanden ist, die Zapfstelle nahe am Gerät liegt oder nur eine Wohnung beziehungsweise ein einzelnes Bad versorgt werden soll.
- Vorteile sind geringe Wärmeverluste, unbegrenztes Warmwasser und eine gradgenaue Einstellung.
- Nachteile sind die hohe elektrische Anschlussleistung und die laufenden Stromkosten.
- Grenzen zeigen sich bei mehreren gleichzeitig geöffneten Armaturen und sehr hohem Duschdurchfluss.
- Zusatzkosten entstehen, wenn eine neue Zuleitung, Unterverteilung oder Anpassung des Zählerschranks erforderlich ist.
Bei einer umfassenden Sanierung sollte auch eine zentrale Warmwasserbereitung mit Wärmepumpe geprüft werden. Sie kann bei hohem Verbrauch günstiger arbeiten, benötigt aber mehr Platz, Leitungswege und Investition. Für eine einzelne Wohnung ohne vorhandene zentrale Infrastruktur bleibt der Durchlauferhitzer oft die einfachere Lösung.
Meine Entscheidungshilfe für den Kauf
Der Gerätepreis liegt im deutschen Onlinehandel 2026 grob zwischen 450 und 730 Euro, abhängig von Händler, Lieferumfang und aktueller Preisentwicklung. Für den Anschluss selbst werden je nach Region und vorhandener Leitung häufig etwa 270 bis 800 Euro genannt. Müssen Leitungen neu verlegt oder Verteilungen geändert werden, kann das Gesamtprojekt deutlich teurer werden.
Ich würde vor der Bestellung zuerst die vorhandene Leistung des alten Geräts, die Sicherung und den Leitungsweg prüfen lassen. Danach entscheidet sich, ob 18, 21 oder 24 kW technisch überhaupt möglich sind. Für die meisten Haushalte mit einem Bad ist 21 kW der vernünftige Ausgangspunkt, während 24 kW vor allem bei hohem Durchfluss zusätzlichen Komfort bieten.
Unterm Strich ist dieses Modell dann stark, wenn Sie konstantes Warmwasser ohne Speicher und eine flexible Montage suchen. Es spart Platz und reagiert schnell, ersetzt aber keine Prüfung der Elektroinstallation und macht bei sehr hohem Warmwasserverbrauch nicht automatisch die günstigste Figur.